Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 2026
NILAFIT LIMITED12 Constance Street
London E16 2DQ
Vereinigtes Königreich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für alle Verträge über Leistungen und digitale Produkte, die über die Website nilafit.com und die zugehörigen Bestellstrecken geschlossen werden. Sie sind Bestandteil jedes Bestellvorgangs und müssen vor dem Absenden der Bestellung aktiv bestätigt werden.
- Anwendungsbereich und Begriffe
- Leistungen und Mitwirkung
- Vertragsschluss
- Preise, Zahlung und Verzug
- Zugang und Nutzungsrechte
- Laufzeit und Kündigung
- Widerrufsrecht für Verbraucher
- Rückerstattungen
- Verfügbarkeit und Mängel
- Haftung
- Vertraulichkeit und Datenschutz
- Änderungen dieser AGB
- Schlussbestimmungen
§ 1 Anwendungsbereich und Begriffe
- Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen NILAFIT LIMITED (nachfolgend "Anbieter") und dem Kunden über die auf nilafit.com beschriebenen Leistungen.
- Der Anbieter erbringt zwei voneinander unabhängige Leistungsarten: den Akquise-Service für Unternehmen (nachfolgend "Dienstleistung") sowie den Zugang zu einem digitalen Selbstlernprodukt (nachfolgend "Kurs").
- Geschäftsbedingungen des Kunden oder Dritter finden keine Anwendung, auch wenn der Anbieter ihrer Geltung im Einzelfall nicht gesondert widerspricht. Bezugnahmen auf Schreiben, die Geschäftsbedingungen des Kunden enthalten, stellen kein Einverständnis mit deren Geltung dar.
- Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zuzurechnen sind (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
- Die Dienstleistung richtet sich ausschließlich an Unternehmer. Der Kurs richtet sich an Verbraucher und Unternehmer, soweit im Bestellprozess keine Einschränkung erfolgt.
§ 2 Leistungen und Mitwirkung
- Der Umfang der Leistungen ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung auf der Website, dem individuellen Angebot des Anbieters und der Bestellbestätigung. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.
- Der Anbieter schuldet, soweit nicht ausdrücklich schriftlich abweichend vereinbart, nicht die Erbringung eines Werks oder eines konkreten Erfolgs. Insbesondere schuldet der Anbieter nicht die Erreichung einer bestimmten Anzahl an Anfragen, Terminen, Vertragsabschlüssen, Umsätzen oder Einnahmen. Ergebnisse hängen maßgeblich von Angebot, Markt, Wettbewerb, Standort und der Umsetzung durch den Kunden ab.
- Der Kurs ist ein digitales Selbstlernprodukt. Eine persönliche Betreuung, eine Einzelberatung oder eine Beratung im Einzelfall ist nicht Bestandteil der Leistung. Der Anbieter erbringt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung und keine Vermittlung von Arbeits- oder Auftragsverhältnissen.
- Der Anbieter ist berechtigt, zur Erbringung der Leistungen Dritte als Subunternehmer einzusetzen.
- Der Kunde hat die für die Leistungserbringung erforderlichen Mitwirkungshandlungen vollständig und fristgerecht auf erstes Anfordern zu erbringen, insbesondere die Bereitstellung von Zugängen, Informationen, Inhalten und Freigaben. Eine Überwachung der Umsetzung durch den Kunden ist nicht geschuldet.
- Unterbleibt eine Mitwirkung des Kunden, berührt dies den Vergütungsanspruch des Anbieters nicht. Mehraufwand, der durch fehlende, verspätete oder fehlerhafte Mitwirkung entsteht, kann der Anbieter zusätzlich nach Aufwand abrechnen.
- Der Anbieter ist berechtigt, den Kurs inhaltlich und technisch weiterzuentwickeln, soweit der vertraglich vereinbarte Zweck dadurch nicht beeinträchtigt wird.
§ 3 Vertragsschluss
- Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung.
- Beim Kurs gibt der Kunde durch Absenden des Bestellformulars ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung durch den Anbieter oder mit der Bereitstellung der Zugangsdaten zustande.
- Bei der Dienstleistung kommt der Vertrag durch schriftliche Annahme des individuellen Angebots des Anbieters zustande. Textform, insbesondere per E-Mail, genügt.
- Vor dem Absenden der Bestellung kann der Kunde seine Eingaben prüfen und korrigieren. Der Vertragstext wird dem Kunden nach Vertragsschluss in Textform übermittelt.
§ 4 Preise, Zahlung und Verzug
- Die Preise ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot oder werden im Bestellprozess vor Vertragsschluss ausgewiesen. Alle Preisangaben verstehen sich einschließlich der jeweils gesetzlich geltenden Umsatzsteuer, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben.
- Der Kursbetrag ist mit Vertragsschluss sofort und vollständig fällig, sofern nicht ausdrücklich eine Ratenzahlung vereinbart wurde.
- Die Vergütung der Dienstleistung wird monatlich im Voraus in Rechnung gestellt, soweit im Angebot nichts anderes vereinbart ist. Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Zugang zur Zahlung fällig.
- Wurde eine Ratenzahlung vereinbart, bleibt der Gesamtbetrag geschuldet. Bei Verzug mit einer Rate um mehr als 14 Tage ist der Anbieter berechtigt, den offenen Restbetrag sofort fällig zu stellen und den Zugang bis zum Ausgleich zu sperren.
- Die Zahlungsabwicklung erfolgt über externe Zahlungsdienstleister. Für deren Leistungen gelten zusätzlich deren jeweilige Geschäfts- und Datenschutzbedingungen.
- Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie die notwendigen Kosten der Rechtsverfolgung geltend zu machen.
- Eine Aufrechnung ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen zulässig.
§ 5 Zugang und Nutzungsrechte
- Der Zugang zum Kurs wird nach Zahlungseingang für die im Bestellprozess angegebene Dauer bereitgestellt. Die Zugangsdauer beträgt sechs Monate ab Bereitstellung der Zugangsdaten, soweit nichts anderes vereinbart ist.
- Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den Inhalten zum eigenen Gebrauch für die Dauer des Zugangs. Zugangsdaten sind persönlich und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
- Alle Inhalte, insbesondere Videos, Texte, Vorlagen und Arbeitsunterlagen, sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung, Weitergabe, öffentliche Zugänglichmachung, Aufzeichnung und jede kommerzielle Verwertung sind ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters untersagt.
- Bei einem Verstoß gegen Absatz 2 oder 3 ist der Anbieter berechtigt, den Zugang ohne Erstattung zu sperren und weitergehende Ansprüche geltend zu machen.
- Ergebnisse, die der Anbieter im Rahmen der Dienstleistung erstellt, darf der Kunde nach vollständiger Zahlung für die vereinbarten Zwecke nutzen. Methoden, Vorlagen und Werkzeuge des Anbieters verbleiben beim Anbieter.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
- Der Kursvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Zugangsdauer, ohne dass eine Kündigung erforderlich ist. Eine automatische Verlängerung findet nicht statt.
- Die Dienstleistung wird auf unbestimmte Zeit oder für die im Angebot vereinbarte Mindestlaufzeit erbracht. Sie kann von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende eines Kalendermonats in Textform gekündigt werden, soweit im Angebot keine andere Frist vereinbart ist.
- Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen, bei Verstoß gegen § 5 dieser AGB oder bei fortgesetzt unterlassener Mitwirkung trotz Fristsetzung.
- Die Kündigung der Dienstleistung berührt bereits entstandene Vergütungsansprüche nicht.
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher
- Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab Vertragsschluss.
- Bei digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt das Widerrufsrecht nach § 356 Abs. 5 BGB, wenn der Anbieter mit der Vertragserfüllung begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Vertragserfüllung beginnt, und der Verbraucher seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert.
- Für Unternehmer besteht kein Widerrufsrecht.
- Die vollständige Widerrufsbelehrung, das Muster-Widerrufsformular und die Regelungen zur Rückerstattung finden sich unter Widerruf und Rückerstattung. Der Widerruf kann auch über das elektronische Widerrufsformular erklärt werden.
§ 8 Rückerstattungen
- Über das gesetzliche Widerrufsrecht hinaus besteht kein Anspruch auf Rückerstattung. Ein Anspruch entsteht insbesondere nicht daraus, dass der Kunde die Inhalte nicht nutzt, nicht umsetzt oder ein von ihm erwartetes Ergebnis nicht eintritt.
- Eine Rückerstattung erfolgt, soweit der Anbieter eine vertraglich vereinbarte Leistung nicht erbracht hat und diese auch nach Fristsetzung nicht erbringt.
- Die Erbringung der Leistung kann durch Zugriffsprotokolle der Lernplattform, Bereitstellungsnachweise, Reportings und die Supportkommunikation nachgewiesen werden.
- Rückerstattungen erfolgen auf demselben Zahlungsweg, über den die Zahlung geleistet wurde, und werden innerhalb von 14 Tagen nach Feststellung des Anspruchs veranlasst.
- Vor der Einleitung eines Rückbelastungsverfahrens bei einem Zahlungsdienstleister ist der Kunde gehalten, den Anbieter zu kontaktieren, damit das Anliegen geprüft und, soweit berechtigt, unmittelbar erledigt werden kann.
§ 9 Verfügbarkeit und Mängel
- Der Anbieter stellt die Lernplattform mit einer Verfügbarkeit von 98 Prozent im Jahresmittel bereit. Ausgenommen sind Zeiten planmäßiger Wartung sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen, insbesondere bei Netz- und Infrastrukturanbietern.
- Der Kunde hat Mängel unverzüglich in Textform anzuzeigen und den Mangel so zu beschreiben, dass er nachvollzogen werden kann.
- Der Anbieter behebt gemeldete Mängel innerhalb angemessener Frist. Gelingt dies nach zweimaliger Nachbesserung nicht, kann der Kunde den Vertrag hinsichtlich des betroffenen Leistungsteils beenden und erhält die auf diesen Teil entfallende Vergütung erstattet.
- Voraussetzung für die Nutzung des Kurses ist eine funktionsfähige Internetverbindung und ein aktueller Browser. Für Einschränkungen, die auf der technischen Ausstattung des Kunden beruhen, haftet der Anbieter nicht.
§ 10 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, im Fall der Übernahme einer Garantie sowie in allen weiteren Fällen zwingender gesetzlicher Haftung.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Eine weitergehende Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.
- Der Anbieter haftet nicht für den wirtschaftlichen Erfolg der Nutzung seiner Leistungen, für entgangenen Gewinn oder für ausgebliebene Anfragen, Termine oder Abschlüsse.
- Für Entscheidungen, die der Kunde auf Grundlage der Inhalte trifft, insbesondere in rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Angelegenheiten, ist der Kunde selbst verantwortlich.
- Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für gesetzliche Vertreter, Erfüllungsgehilfen und Subunternehmer des Anbieters.
§ 11 Vertraulichkeit und Datenschutz
- Beide Seiten behandeln alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten Informationen der anderen Seite, die nicht offenkundig sind, vertraulich und verwenden sie nur zur Vertragserfüllung. Diese Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus fort.
- Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach den geltenden Datenschutzvorschriften. Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
- Soweit der Anbieter im Rahmen der Dienstleistung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
- Eine Nennung des Kunden als Referenz erfolgt nur mit dessen vorheriger Zustimmung.
§ 12 Änderungen dieser AGB
- Der Anbieter kann diese AGB für laufende Dauerschuldverhältnisse mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit die Änderung erforderlich ist, um veränderte Rechtslagen, Rechtsprechung oder technische Rahmenbedingungen abzubilden, und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.
- Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
- Für bereits abgeschlossene Kursverträge gilt die bei Vertragsschluss geltende Fassung.
§ 13 Schlussbestimmungen
- Es gilt deutsches Recht. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts des Verbrauchers gewährte Schutz nicht entzogen wird.
- Ist der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters: London, Vereinigtes Königreich.
- Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Das gilt auch für die Änderung dieser Formklausel.
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.